27.09.2015: 4.Spieltag 2.KK Staffel Süd

SpG Bärenstein/ Königswalde 2 – FSV Hohndorf 0:3 (0:2)

Am 4. Spieltag stand die weiteste Auswärtsreise an. Es ging für den FSV nach Bärenstein. Die Personaldecke wurde bereits etwas dünner. Neben den beiden gesperrten Seim und Staskiewicz fehlten mit Mahn, Sommer und Schäfer 3 weitere Stammkräfte der Vorwoche. In der Abwehr wurde der „Oldie“ Mahn durch Marcel Barthold ersetzt. Gleich vorab, dieser konnte Danny wirklich hervorragend vertreten, machte ein sehr gutes Spiel und zeigte seine bisher beste Leistung im Trikot des FSV. Im Mittelfeld musste, aufgrund der personellen Probleme, Dominic Weiß reaktiviert werden, welcher ebenfalls eine ordentliche Leistung zeigte. Steffen Kropp gab nach seiner Verletzungspause wieder das erwartete Startelfdebüt. Auf der Auswechselbank war man quantitativ nur dünn besetzt. Franz Brüderlein trug als einziger ein Trikot, zeigte aber nach seiner Einwechslung auch eine ansprechende Leistung. Trotz aller Umstände stand also eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz und alles Andere als ein Sieg wäre absolut zu wenig gewesen.

In der ersten Hälfte hatte der FSV das Spiel alles in allem im Griff. Man ließ die Gastgeber den Ball in der eigenen Hälfte parallel zur Mittellinie hin und her schieben. Diese versuchten es dann entweder mit langen Bällen, was die Hintermannschaft der Gäste nicht ein einziges Mal vor Probleme stellte oder wenn doch spielerisch etwas probiert wurde, dann gewann spätestens die Abwehr jeden Zweikampf. Die Hohndorfer versuchten es eher spielerisch, auch wenn man anfangs nichts zählbares vor das Tor bekam. In der 22. Minute ging man dann von der klassischen Variante, den Gegner am eigenen 16er machen zu lassen, ab und rücke etwas zeitiger drauf. Dennoch spielte der bärensteiner Keeper den Ball völlig unbedrängt direkt in die Beine von Philipp Müller. Dieses Geschenk nahm er natürlich dankend an und verwandelte sicher zum 1:0. Danach ging das Spiel wie vor der Führung beschrieben weiter. Hohndorf wirkte recht sicher, dennoch hatte man halt nur ein Tor Vorsprung im Rücken. In der 39. Minute konnte man dann aber das Ergebnis ausbauen. Erneut war es Müller, der am 16er einen Spieler stehen ließ und die Führung erhöhte. Mit dem Stand von 2:0 aus hohndorfer Sicht, ging es dann auch in die Kabinen. Allen war klar, dass wenn man die Leistung nur annähernd beibehalten konnte, hier nichts mehr anbrennen sollte. Dieses Vorhaben erforderte aber auch für die 2ten 45 Minuten volle Konzentration und Leistungsbereitschaft.

Mit dem Wiederanpfiff war der FSV, entgegen vorangegangener anderer Vorstellung, sofort wieder voll da. Das Spiel flachte in der 2ten Hälfte etwas ab, was natürlich nicht bedeutet, dass in Partien mit hohndorfer Beteiligung, wie in der Vorwoche zu sehen, nichts los ist. Die Gäste logischerweise nicht mehr zur Eile bemüht. Man hatte alles im Griff und hätte mit dem 2:0 gut leben können. Bei einem Einwurf holt ein Gastgeber- fan (oder jmd. der halt nicht wusste, wo er Sonntag sonst sein Bier her bekommen sollte) den Ball für Fritzsche, um das Spiel für seine Mannschaft etwas schneller zu machen. Bis hierhin alles Top. Als dieser nun, in der linken Hand den Ball, in der rechten die Kanne, das Spielgerät übergeben wollte, haut er selbiges Fritzsche lieber gegen das Schienbein. Als nun alle Anwesenden merkten, dass Intelligenz hier weit entfernt ist und der „Fan“ mit bekam welchen Bärendienst er seiner Mannschaft geleistet hat, suchte er die Schuld bei Torhüter Marc Schubert und drohte selbigem. Die Situation beruhigte sich aber recht schnell und man kann natürlich der bärensteiner Mannschaft keinen Vorwurf für den Einen Proleten machen. Kurz darauf erneut Aufregung als sich der erste Spieler der Gastgeber mit gelb/rot verabschiedete. Das Foul nicht wirklich brutal aber halt dumm, wenn man schon vorbelastet ist. Sicherlich merkte man dem Spieler noch den Vorabend an. Überhaupt die Vorabendgestaltung ein Thema. Neben dem Verwiesenen, roch man doch auch an beiden bärensteiner Angreifern eine deutliche Flagge. Hinzu kam der hohndorfer „Lippe“, wodurch sich an der Mittellinie munter, fröhlich Promille tummelten. Allerdings zeigte der hohndorfer Libero dennoch ein sehr gutes und fehlerfreies Spiel. Dies lag auch daran, dass er trotz des Fehltritts des Vorabends, sich noch optimal und bestmöglich auf das Spiel vorbereitete. Im Gegensatz zum Gastgeberstürmer, welcher laut eigenen Angaben die vergangene Nacht am Morgen mit 3 frischen 0,5er Geschossen konterte. Beide Varianten haben sicherlich ihre Berechtigung. Aber wieder zurück zum Spiel.

Mit einem Mann mehr wollte man nun gar nichts mehr anbrennen lassen. Allerdings hielt die Überzahl nicht wirklich lange. Steffen Kropp sah ebenfalls gelb/rot, nachdem er schon in der ersten Hälfte verwarnt wurde. Beide Male keine wirklich harten Fouls, beide Male kann man gelb geben. Mit ein wenig mehr Nachsehen, kann man beim 2ten Foul eine letzte Ermahnung aussprechen. Dennoch ist die Entscheidung des Schiedsrichters, gerade nach dem vorangegangen Platzverweis, nachvollziehbar. Bärenstein in Hälfte 2 mit 1,2 Torabschlüssen, welche aber nie wirklich Gefahr ausstrahlten. Dies lag auch an der starken Leistung von Marc Schubert, welcher gerade bei hohen Bällen eine unglaubliche Strafraumbeherrschung zeigte und so Torchancen der Gastgeber schon vor dem Abschluss unterband. Trotz der Tatasche das sie nichts zählbares erreichten, musste Bärenstein immer mehr aufmachen, so dass man durch einen Konter, nach Vorarbeit von Fritzsche, kurz vor Abpfiff noch auf den 3:0 Endstand erhöhen konnte.

Der Sieg, auch in der Höhe, zufriedenstellend und berechtigt. Man ließ Defensiv nichts anbrennen und nutzte in der Offensive die Chancen. Mit den 3 Punkten bleibt der FSV, punktgleich mit dem Ersten Neudorf, auf Platz 2 der Tabelle. In der kommenden Woche ist Sehmatal 2/ Buchholz 2 zu Gast am Sportplatz am Sonnenweg. 15.00 Uhr ist wie immer jeder Fan herzlich Willkommen.

Zeitgleich spielte unsere 2te Vertretung in Leukersdorf und verlor mit 3:0. Da der Verfasser der Spielberichte, Hendrik Liborius, logischerweise nicht selbst anwesend sein konnte, möchte man hier die Einschätzung von Leistungsträger Hans Jugelt wieder geben. Dieser urteilte kritisch, dass es beim Tabellenzweiten nichts zu holen gab und das man letztendlich mit den 3 Toren noch gut davon kam, was auch an der starken Vorstellung von William Weissbach lag. Unsere 2te damit weiterhin letzter. Allerdings muss man hierbei erwähnen, dass man in der Staffel Nord nicht unbedingt Glück mit der Spielansetzung hat. Mit Oelsnitz, Brünlos, Ursprung, Leukersdorf und kommende Woche Beutha (Sonntag 13.00 Uhr), hat man zu Beginn die vermeidlich starken Mannschaften der Liga, bevor man in der 2ten Hinrundenhälfte auf die eher schlagbaren Teams trifft. Hier müssen dann auch die Punkte geholt werden.


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